Landrat Gey beratungsresistent – Alternativlösungen zur Schülerbeförderung im Landkreis nicht in Sicht

Zu den jüngsten Äußerungen des Landrats Dr. Gerhard Gey bezüglich der Schülerbeförderung im Landkreis Leipzig erklärt Enrico Stange, Mitglied des Sächsischen Landtags und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

„Der Landrat stellt die Bedürfnisse von Schülern und ihren Eltern hinter die Haushaltspolitik. Wenn ich dies kritisiere, dann vor dem Hintergrund, dass in den nächsten Jahren ein Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen ist. Unerklärlicher Weise jedoch gerät die Schulnetzplanung des Kreises in Spurrinnen, die ins Nirgendwo führen. Und damit einher geht der Abbau von Schulbuslinien. Das dies kein nachhaltiger Politikstil ist, kann sich jeder Bürger an seinen zehn Fingern abzählen.“

Landrat Gey erwiderte auf eine Pressemitteilung von Stange, dass der Kreis sich stark bemühe, in der Schülerbeförderung akzeptable Lösungen zu finden und befand die Äußerung Stanges, der ihm „Versagen auf ganzer Linie“ vorwarf für polemisch. Stange solle sich vielmehr auf seine Tätigkeit als Landtagsabgeordneter konzentrieren.

Stange weiter:„Dr. Geys Bild eines Landtagsabgeordneten scheint leicht verschoben. Meine Aufgabe ist es, auch den Wählerinnen und Wählern in meinem Wahlkreis zur Seite zu stehen. Wenn diese ein großes Problem mit der Arbeit des Landkreises haben und in ihrer Lebensqualität starke Einschnitte hinnehmen müssen, dann sollte Gey dreimal überlegen, ob er indirekt auch ihnen Polemik vorwirft. Ich habe Alternativlösungen empfohlen und diese werden nicht berücksichtigt. Dies als Polemik zu bezeichnen, offenbart eine gewisse Beratungsresistenz.“

Stange abschließend: „Wenn Gey jedoch weiterhin die Strukturen, die dem Schulsystem dienlich sind, zurückfährt und die Nachhaltigkeit aus den Augen verliert, dann ist der Vorwurf des Versagens wohl mehr als nur gerechtfertigt. Im übrigen warte ich noch immer auf das durch den Landrat vollmundig nach den Landtagswahlen 2009 angekündigte Gesprächsangebot.“