DIE LINKE. Westsachsen wählt Kreisvorstand und stellt sich an die Seite Geflüchteter

Am 7. November fand der 14. Kreisparteitag der LINKEN Westsachsen im "Landgasthof Deuben", in der Gemeinde Bennewitz statt und hat einen neuen Vorstand gewählt und sich inhaltlich und strukturell für die nächsten Monate aufgestellt.

Holger Luedtke, seit 2007 Kreisvorsitzender des Verbandes, wurde mit 97 % der Stimmen an der Spitze des 14-köpfigen Vorstands bestätigt. Als seinen Stellvertreter wählten die Mitglieder ebenfalls mit deutlicher Mehrheit den Landtagsabgeordneten Enrico Stange, als Kreisgeschäftsführer wurde Daniel Knorr wiedergewählt. Als Schatzmeisterinnen wurden Karin Brummer, Ines Graichen und Sabine Schmidt berufen. Als weitere Mitglieder des Vorstandes wurden auf der Liste weiblich gewählt: Ina Adler, Kathrin Aslanov, Silka Funke und Sybille Prokrandt. Auf der gemischten Liste setzten sich Michael Eichhorn mit 48 Stimmen, Harry Eichhorn mit 42 Stimmen, Florian Krahmer mit 38 Stimmen und Jörg Naumann mit 36 Stimmen gegen die Mitbewerber durch.

Als Delegierte für den Bundesparteitag wurden die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke, die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz, Kreisvorsitzender Holger Luedtke und der Landtagsabgeordnete Enrico Stange gewählt.

Das Kernthema in Generaldebatte und des Leitantrags war die Integration und dezentrale Unterbringung Geflüchteter und die Gefahr, dass wiedererstarkende Kräfte aus der extremen Rechten in die Mitte der Gesellschaft drängen. In diesem Zusammenhang positioniert sich DIE LINKE klar für eine humanitäre, menschenwürdige Aufnahme und eine tatsächliche Willkommenskultur. Zur Zeit prognostiziert das Sächsische Staatsministerium des Innern 40.000 Geflüchtete, die Sachsen im Jahr 2015 insgesamt aufnehmen muss. "In Sachsen haben zur 'Wende' 1989 noch knapp 500.000 Menschen mehr gelebt als heute. [...] Selbst 100.000 Menschen, die zu uns kommen, können also menschenwürdig untergebracht werden und in Sachsen eine Lebensperspektive finden", heißt es dazu im Leitantrag. Gleichzeitig muss sich DIE LINKE., so der Tenor der Debatte, auch anderen Aufgaben im Landkreis mit gleicher Intensität widmen, wie zum Beispiel den Themen Kitaplatzausbau, Schulsozialarbeit, Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Mobilität.